Raum Nürnberg

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    Februar 2012
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Fahrplanauskunft per Handy

Wer kennt dass nicht: Der Zeug kommt später an als es auf dem Fahrplan steht und nun muss man dem Anschluss-Bus hinterher rennen, der einen dann vor der Nase wegfährt. Zumindest im Raum Nürnberg möchte die DB Stadtverkehr GmbH dieser Misere nun ein Ende setzen, denn laut eines neuen Beschlusses können öffentliche Verkehrsmittel ihre Fahrzeiten ab Ende 2010 besser aufeinander abstimmten.

Dreh und Angelpunkt des neuen Systems wird ein zentraler Server in Nürnberg sein, der mit Bordcomputern vernetzt ist mit denen insgesamt 3000 Nahverkehrsbusse in Bayern ausgestattet werden sollen. Zudem werden die Busse über einen GPS-Empfänger verfügen und können so ständig ihre aktuelle Position an den Server durchgeben. Dort wo Anzeigetafeln verfügbar sind soll dies zu einer wesentlich präzisieren Ermittlung von Verspätungen führen.

Aber auch wenn keine solche Anzeige bzw. noch nicht einmal eine Lautsprecher-ansage verfügbar ist, so wie beispielsweise an sehr vielen Bushaltestellen, tappen Fahrgäste nun nicht länger im Dunkeln, denn sie können sich auch mittels Handy mit dem zentralen Nürnberger Server verbinden und aktuelle Informationen zu Verspätungen abrufen. Der Zugriff auf diese Infos per Handy kann zudem weitere Vorteile haben. So könnten zum Beispiel vollautomatisch alternative Anschlussmöglichkeiten aufgezeigt werden, wenn der Anschlussbus schon weggefahren ist. Und selbst wenn man mal wieder etwas warten muss, so braucht man seine Zeit nicht damit zu verbringen irgendwelche Fahrpläne zu studieren, sondern kann bequem einen Kaffee trinken gehen und das Handy die Arbeit machen lassen.

Doch das zentrale System aus Nürnberg soll auch logistische Vorteile für die Verkehrsbetriebe bieten. Dank des neuen Bordcomputers wissen die Busfahrer dass zum Beispiel die S-Bahn auf deren Fahrplan sie “synchronisiert” sind zu spät einfährt und können sie etwa die Entscheidung treffen 5 Minuten länger an der Haltestelle zu warten und so gleich einem Dutzend Fahrgästen frustrierende Erlebnisse mit den Nürnberger öffentlichen Verkehrsmitteln zu ersparen.

An dem Projekt beteiligen sich die Regionalbusgesellschaften aus Franken, Ostbayern, Oberbayern und dem Allgäu, allesamt Tochtergesellschaften der DB Stadtverkehr. Die Gesamtkosten werden auf etwa 27 Millionen Euro geschätzt, wovon der Freistaat Bayern 17,5 Millionen Euro beisteuert.

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